Obstsorte des Jahres
Der Apfel hat wenig Kalorien, viele Vitamine und einen hohen Nährwert. Birnen sind süß, saftig und reich an Ballaststoffen und Vitamin C.
Obst des Jahres 2026: Thomasapfel
Bekannt seit: 19. Jahrhundert
Herkunft: Sachsen
Wuchsform: mittelgroßer Baum mit breiter, rundlicher Krone
Besonderheit: sehr robust, widerstandsfähig gegen Krankheiten, ideal für Streuobstwiesen
Früchte: mittelgroß, gelblich-grün mit roter Deckfarbe, festes Fruchtfleisch Geschmack: angenehm süß-säuerlich, erfrischend und aromatisch
Boden: anspruchslos, gedeiht auch auf ärmeren Standorten
Genussreife: Herbstapfel, pflückreif ab Oktober, lagerfähig bis in den Winter
Der Thomasapfel ist eine traditionelle, regionale Sorte, die sich durch ihre Robustheit und ihren ausgewogenen Geschmack auszeichnet. Mit seiner attraktiven Färbung und der guten Lagerfähigkeit ist er ein beliebter Tafelapfel und zugleich ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung alter Kultursorten.
Obst des Jahres 2025: Roter Hauptmannsapfel
Bekannt seit: um 1900
Herkunft: Norddeutschland
Wuchsform: mittelgroßer Baum mit kräftigem, locker verzweigtem Wuchs
Besonderheit: widerstandsfähig, ideal für Streuobstwiesen, bienenfreundlich
Früchte: mittelgroß bis groß, leuchtend rot mit gelblichen Streifen, fest und saftig
Geschmack: ausgewogen süß-säuerlich, angenehm würzig und aromatisch
Boden: anspruchslos, wächst gut auf leichten bis mittelschweren Böden
Genussreife: Herbstapfel, genussreif ab Oktober, lagerfähig bis Dezember
Der „Rote Hauptmann“ ist ein klassischer Herbstapfel, der sich besonders für den Anbau in raueren Klimaregionen eignet. Mit seiner leuchtend roten Farbe und dem aromatischen Geschmack ist er eine köstliche Wahl für Obstliebhaber und ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung alter Apfelsorten.
Obst des Jahres 2024: Lausitzer Nelkenapfel
Bekannt seit: mindestens Mitte des 18. Jahrhunderts
Herkunft: Oberlausitz, Ostsachsen
Wuchsform: schwacher bis mittelstarker Wuchs, breite, pyramidale Krone
Besonderheit: robust, frostunempfindlich, anspruchslos in Bezug auf Standort
Früchte: klein bis mittelgroß, flachrund, grünlich-gelb, manchmal rot geflammt
Geschmack: würziges Aroma, bei Vollreife am Baum besonders schmackhaft
Boden: anspruchslos, gedeiht auf verschiedenen Bodenarten, solange ausreichende Feuchtigkeit vorhanden ist
Genussreife: Pflückreife im Oktober, lagerfähig bis in den Mai
Höhenlagen: Anbaufähig bis in raue Höhenlagen
Obst des Jahres 2023: Grüne Hoyerswerder
Bekannt seit: um 1790
Herkunft: Hoyerswerda, Sachsen
Wuchsform: mittelgroßer Baum mit breiter Krone
Besonderheit: reichtragend, auch für rauere Lagen geeignet, nicht länger als 14 Tage lagerfähig
Früchte: klein, grün, bei Reife gelblich-grün, süß und saftig
Geschmack: fein süßweinartig, schmelzend, von einem erhabenen, etwas muskierten Geschmack
Boden: anspruchslos, gedeiht auf verschiedenen Bodenarten
Genussreife: Sommerbirne, genussreif ab Ernte
Obst des Jahres 2022: Böhmischer Rosenapfel
Bekannt seit: vor 1800
Herkunft: Czaslauer Kreis, Böhmen
Wuchsform: mittelgroßer Baum, breite Krone
Besonderheit: historische Sorte, selten geworden, Liebhabersorte
Früchte: gelblich grün, Sonnenseite mit flammenartigen, karminfarbigen Streifen, Rostflecken auf der Schale
Geschmack: weißes, saftiges Fruchtfleisch, weich, locker und markig, angenehm fein süß-säuerlich
Boden: keine besonderen Ansprüche, gedeiht auf verschiedenen Bodenarten
Genussreife: Pflückreife im August, Genussreife August bis September
Obst des Jahres 2021: Oberlausitzer Muskatrenette
Bekannt seit: um 1885
Herkunft: Großschönau, Oberlausitz, Sachsen
Wuchsform: schwach bis mittelstarker Wuchs, breitkugelige Krone
Besonderheit: früh und regelmäßig tragend, hoher Ertrag, frosthart
Früchte: mittelgroß, kurzachsig, mittelbauchig, gelblich-grün mit rötlich-oranger Deckfarbe
Geschmack: süßaromatisch, festes Fruchtfleisch, nicht muskatähnlich
Boden: anspruchslos, gedeiht auf verschiedenen Bodenarten
Genussreife: Ernte ab September, lagerfähig bis Dezember
Höhenlagen: geeignet für diverse Höhenlagen, von Flachland bis Mittelgebirge und Extremlagen
Obst des Jahres 2020: Sächsischer Königsapfel
Eine sehr regional in Sachsen verbreitete Sorte mit großen Früchten und einer schönen roten Fruchtsachale die zum reinbeißen verlockt.
Geschmack: erfrischend und fruchtig
Reifezeit: Oktober bis Januar
Standort: sonnig, Streuobst, Hausgarten
Wuchs: mittelstark bis stark
Obst des Jahres 2019: Kleine Herrenapfel (Drüwken)
Norddeutschland, Schlesien, 1651 erstmals beschrieben
Wuchsform: wird sehr alt, ist eher kleinkronig und maximal mittelstark wüchsig
Besonderheit: robust, Früchte können am Baum aufplatzen, bei zu später Ernte mehlig
Früchte: klein, gleichmäßig flachrund, strahlig berostet, Schale glatt, leicht wachsig, Grundfarbe hellgelb, sonnenseits karmesinrot, dunkle Schalenpunkte
Geschmack: Fruchtfleisch fast weiß, feinzellig, fest, saftig, angenehm süß, wenig Aroma
Boden: geringe Bodenansprüche (z.B. sandig), bis in kältere Lagen
Genussreife: Okt.-Dez.
Obst des Jahres 2018: Maibiers Parmäne
bekannt seit 1860 Moritzburg
Wuchsform: anfangs stark, später nachlasssend, breitkugelige Krone
Besonderheit: robust, kaum Krankheiten, nicht trocken lagern
Früchte: gelblich grün, später hellgelb, leicht rötlich gestreift oder geflammt
Geschmack: mild weinig gewürzt, wenig süß, saftig
Boden: keine besonderen Ansprüche bei ausreichender Feuchtigkeit
Genussreife: Okt. bis Dez.
Obst des Jahres 2016: Gelbe Sächsische Renette
Bekannt seit: um 1800
Herkunft: Raum Meißen, Sachsen
Wuchsform: durchschnittliche Obstbaumgröße, breite Krone ohne Rückschnitt
Besonderheit: robust, keine besonderen Boden- oder Klimaansprüche, gut als Mostapfel geeignet
Früchte: kugelförmig bis hochgebaut, glänzende zitronengelbe Schale, vereinzelt rötliche Färbungen
Geschmack: gelbliches, leicht säuerliches und saftiges Fruchtfleisch
Boden: anspruchslos, gedeiht auf verschiedenen Bodenarten
Genussreife: Winterapfel, Reifezeit zwischen Dezember und März
